Kind ich meine, es iſt Dein Kind, nach dem ich verlange.
Es iſt ein Kind, deſſen Vater Du verrathen haſt, ſagte Ginſeppo kalt.
Dies iſt meine Schuld, rief Ellinor, und ſchwer büße ich ſie in jeder Stunde des Tages. Giuſeppo, habe Erbarmen mit meinen Leiden, Erbarmen mit dem Schmerz einer Mutter!
Du leideſt alſo recht? fragte Daſſa grimmig lächelnd.
Ob ich leide? ſagte ſich ſchmerzvoll. Sich meine bleiche Wange, meine zerfallene Geſtalt, o könnteſt Du mein zerriſſenes Herz ſehen, Du würdeſt nicht frage 3 ob ich leide! Sei großmüthig, groß⸗ miüthiger, wie ich es war gegen Dich, erbarme Dich
nein! Gib mir mein Kind! Du, Du hatteſt auch
eine Mutter, ſie hat Dich getragen unter ihrem Her⸗ zen, hat Dich genährt mit ihrem Blut und ihrem Leben, hat für Dich geſorgt und gebangt, für Dich gewacht lange Nächte und gearbeitet lange Tage, Du warſt ihr Glück und ihr Leben, Ginſeppo, denk an“ die Liebe Deiner Mutter, des Weſens das Dich ge⸗ liebt hat über alles in der Welt, ach denk an Deine Mutter und habe Mitleid mit mir! Wie ſie ſo ſprach, nahmen Giuſeppo's Zů allgemach einen mildern Ausdruck an, das Bild ſein


