Teil eines Werkes 
1. Band (1841)
Entstehung
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Nordheim verſtand ſie wohl, und in ſeiner zar⸗ ten Weiſe begriff er die Qual und Beſchämung die⸗ ſes Augenblicks, darum ſagte er faſt eben ſo leiſe und furchtſam, wie ſie; ich weiß, daß Daſſa grau⸗ ſam genug war, Ihnen das Liebſte, was ein Weib beſitzen kann, zu rauben, daß er einer Mutter ihr Kind ſtahl.

Ellinor, alle Schaam vergeſſend über ihrer Mut⸗ terſehnſucht, richtete ihr Haupt auf, und in gewal⸗ tiger Bewegung Nordheims Hand ergreifend, ſagte ſie athemlos: und wo iſt es, mein Kind? Lebt es, werd' ich es wiederſehen?

Er gab es einer Bettlerin!

Hier, hier in London? fragte Ellinor in zittern⸗ der Ungeduld. O mein Kind, wo—

Sie zuckte zuſammen, der Athem ſtockte in ihrer Bruſt, ſtarr ſchaute ſie die Allee hinab, an deren Ende eine männliche Geſtalt ſich zeigte, und ſagte leiſe: er iſt es, Ginſeppo kommt. Dann wandte ſie ſich heftig an Nordheim und ſagte in fliegender Eile: er kommt, er kommt. Auf meinen Knieen will ich ihn beſchwören, daß er mir mein Kind gibt, ich fühle Kraft und Muth in mir. Erwarten Sie mich

hier im Garten!

So ſprechend eilte ſie haſtigen Schrittes, u wie getragen von innerer Bewegung, die Allee hinab,