Teil eines Werkes 
1. Band (1841)
Entstehung
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verſchämten Blicken, ſittſam in ihrer Schönheit er⸗ röthend, wie Keines der Mädchen, die er bis jetzt ge⸗ liebt, erröthet war, als er ſie ſo vor ſich ſtehen ſah, halb noch ein Kind, halb erblüht in üppiger Schön⸗ heit, da zitterte ſein Herz in Luſt, und er ſchwur ſich, ſie ſolle die Seine werden. Als ſie aber das dunkle, ahnungsvolle Auge zu ihm erhob, da war es, als flüſtere eine Stimme in ihm: ſchone ſie! Täglich ging Giuſeppo nun in das Haus des Lords, ſeine Tochter Ellinor im Geſange zu unterrichten. Sie war ein wunderbares Weſen, das Kind einer Neapolitanerin, die ſich der Lord zum Weibe genommen, hatte ſie von dieſer Gluth und Leiden⸗ ſchaft einer Italienerin, von ihrem Vater, dem kalten Nordländer, ſchmachtende Sehnſucht und Schwärmerei geerbt. Ihre Mutter war früh geſtorben, und unter

den Augen ihres Vaters erwachſen, hatte ihr dieſer

engliſche Lehren von mädchenhafter Zurückhaltung und ſcheuer Sittſamkeit gegeben, Lehren, denen zu jeder Stunde das wallende Blut, das ihre Mutter ihr gegeben, und das gereift, wider⸗ ſprach. Und nun ein ſolc Weſen gegenüber dem Sänger, ihre Stimmen ſich einend in ſüßen Liebes⸗ liedern, während durch die geöſtert Fenſter das

Rauſchen der Myrtenhaine, das ngen der Vögel, und die ſchmelzende weiche aſt hnen hinein dr