Teil eines Werkes 
1. Band (1841)
Entstehung
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Muthes ſein vive l'empereur! Als meine Mutter ſpäter dem Invaliden einen Sohn gebar, da zerdrückte er eine Thräne im Auge und rief: es lebe der Kaiſer, und er lebe ſo lange, bis ich meinen Sohn als Krie⸗ ger kann in des Kaiſers Armee ſenden! Vive l'em- pereur! Dies waren die erſten Worte, die mich mein Vater lehrte, es waren die letzten, die er ſelber ſprach, als ſchon der Tod ſeine Lippen gebleicht. Er ſtarb aus Gram über den Tod des Kaiſers. Und ich, ein zehnjähriger Knabe ſtand an der Leiche meines Vaters und vor meinen Ohren klangen fort und fort ſeine letzten Worte: viye l'empereur! und ich weinte heiße Thränen, daß ich mun dies Wort nicht mehr von meines Vaters Lippen hören ſollte. Ich grub es aber tief in meine Seele ein, ich machte es meinem Gebet, zu meinem Lebensathem, zu dem Buche, aus dem ich lernen wollte die Geſchichte der Welt und der Menſchen, zu dem Impuls meiner Liebe und meines Haſſes. Oft, ein kaum erwachſener Jüng⸗ ling, kniete ich am Fuß der Säule auf dem Platz Vendome, und betete zu Gott, er möge mir Kraft verleihen, den Tod des großen Kaiſers zu rächen, und ſeinen Sohn im Triumphe einzuführen in ſeine Stadt Paris! Einſt an dem Todestage des Kaiſers ſchlich ich im Schatten der Nacht, belaſtet mit Immortellen⸗ kränzen, zu der Vendome⸗Säule hin. Ich hing meine