Teil eines Werkes 
2. Band (1841)
Entstehung
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gang, ſtand Aurelia ſtill und ſagte ernſt: hier laß uns ſcheiden!

Aurelia, ſagte Nordheim tief bewegt, ich will nicht fragen, wohin Du geheſt, nicht fragen, was Dein edler Geiſt beſchloſſen hat. Aber ſagen muß ich Dir, daß ich Dich nie heiliger und reiner, nie wahrhafter geliebt habe, als jetzt, und daß Du in meiner Erinnerung leben wirſt, als eine erhabene, große Erſcheinung, wie zu erſchauen hienieden es ſelten dem Menſchen gewährt wird.

Aurelia erwiderte leiſe: ich danke Dir für dieſes Wort! Es ſoll mich begleiten als milder Troſt auf meiner Pilgerfahrt, es ſoll der Balſam ſein, der mich heilt von den Wunden, die mir das Leben geſchlagen! Lebe wohl, lebe wohl! In meinen beſten Stunden will ich Deiner gedenken als meines Freundes!

Du gehſt, ohne mir zu ſagen wohin, ohne uns eine Rückkehr hoffen zu laſſen? fragte Nordheim.

Wohin ich gehe? ſagte Aurelia wehmüthig und nachdenklich! Gott weiß es! Wohin der Zufall mich führt, die Laune des Moments mich treibt; ich reiſe, um zu ſuchen, was vielleicht die Erde nicht hat, um zu ſuchen nach Frieden und Ruhe. Sollte ich es aber gefunden haben, Nordheim, dann, aber nur dann kehre ich zurück, und dann ſoll es mein einziges Glück ſein, mich des Deinen zu freuen, und