Teil eines Werkes 
2. Band (1841)
Entstehung
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wenn es in den Gedanken des Mannes von ſeiner Heiligkeit und Würde verliert, und wenn er ihrer anders als mit reinen und ehrenden Gedanken ſich erinnert. So laß mich denn Deine Verzeihung er⸗ flehen für mein ganzes Geſchlecht, das Dein Irren und Fehlen veranlaßte!

Er flog empor und drückte ſie an ſein Herz, und fühlte ſich entſündigt und neugeboren durch die Berührung ihrer purpurnen Lippen. Dann ruhten ſie wieder an einander auf der Moosbank in jenem ſüßen Geflüſter der Liebe, das keinem andern Ohr verſtändlich, keinem andern Herzen erreichbar, das in ſeinen harmloſen hingeworfenen Worten Gedanken für die Ewigkeit enthält, und in den Blicken, die ſie be⸗ gleiten, eine Sprache hat, die über allen Ausdruck erhaben, und zu heilig iſt für alles Wort!

Fort und fort ſäuſelten die von der Abendſonne vergoldeten Bäume, in denen hie und da zwitſchernde Sommervögel ihr Lied ertönen ließen und mit ihrem lieblichen Singen anmuthig die ſüße Stille unter⸗ brachen, fort und fort murmelten die Wellen des Tei⸗ ches, auf deſſen Waſſer in friedlicher Stille ſtolze weiße Schwäne auf und ab zogen; und jetzt begann von der nahen Kapelle im Parke und vom Thurme der Dorfkirche herüber das feierliche Läuten der Abend⸗ glocken, das den morgenden kommenden Feſttag