Teil eines Werkes 
2. Band (1841)
Entstehung
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ſitzes unwerth gemacht.

konnteſt irren, aber nicht ſündigen.

E

Deinem blühenden Herzen, das noch duftet in un⸗ entweihter Blüthe. Ja Ellen, Du haſt ein neues Leben in mir wach gerufen, und wie ein Sterbender an der Pforte dieſes neuen Daſeins möchte ich alle Schuld, die hinter mir liegt, alle Verirrungen und Sünden der Vergangenheit Dir beichten, um von Dir, Du mein Engel, entſündiget und begnadigt zu werden! Ellen, höre mich an! Sieh, ich fühle Deiner Unſchuld gegenüber mich ſo ſchuldbeladen und ſo klein, gegen Deine ſonnenhelle Sündloſigkeit ſo ſündig und ſtrafbar; es iſt mir, als müßte ich Dir Abbitte thun, für alle Verirrungen der Vergangenheit und habe mit dieſen gegen Dich geſündigt und mich Deines Be⸗

Ellen ſchaute ihn an mit leuchtenden Blicken, voller Zuverſicht, und ſagte ernſt: ſprich nicht ſo, nicht ſo mein Geliebter. Du konnteſt irren und fehlen, wie wir Menſchen es thun; ich freue mich, daß Du es konnteſt, und der Gedanke daran ſoll mich tröſten und ſtärken, wenn ich mich Deinem erhabenen Geiſte gegenüber ſo klein und nichts bedeutend finde! Du

Und doch Ellen, doch, ſagte er ernſt, doch habe ich ſelbſt gegen Dich geſündigt, weil ich nicht glaubte an ein Weſen, wie Du es biſt! Habe geſündigt, in⸗ dem ich in kleinmüthigem Zagen zweifelte an Gott,