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hinauf blickend, dann wieder weiter wandelnd in tie⸗ fen ernſten Gedanken. Sie war ganz entſchloſſen, ganz geſammelt, und nicht das kleinſte Zagen, nicht das mindeſte Wanken war in ihrer Seele; ja, ſie fühlte ſich nicht einmal mehr unglücklich und verlaſſen, ſondern freudig angeregt zum Kampf, muthvoll zum Siege; eine Prieſterin des Unglücks dürſtete ſie nach Thaten und fühlte ſich bereit ſonder Murren ihr eignes Herz im frommen Dienſt zu opfern.—
Der Wagen kehrte zurück, Aurelia blickte hinab, ſah Ellen ins Haus treten, und ſagte feſt: ſie kommt, ich will ſie empfangen. Nun lehrte ſie ihre Züge lächeln, und ihr Auge freudig blicken, und eilte zur Thür, dieſe zu öffnen, und Ellen ein heiteres Wort der Begrüßung entgegen zu rufen.
O wie war Ellen ſo bleich, wie waren ihre Augen von Thränen geröthet, wie hatte ein Tag und eine Nacht des Schmerzes ihrem Geſicht einen ſo kummervollen Ausdruck gegeben! Aurelia ſah es, und drückte ihre Ellen an ihr Herz, ihre Tochter, die ſie nun wieder liebte, nun da ſie ganz entſchloſſen, ganz reſignirt war, ſie küßte dieſe Augen, die ſo heiß wa⸗ ren vom vielen Weinen, und dieſe Lippen, die ſo ſchmerzlich zuckten; aber ſie durfte ihrem tiefen Mit⸗ leid, durfte ihrer Wehmuth ſich nicht hingeben, und
ſagte heiter: Du böſer kleiner Trotzkopf! Muß ich


