Teil eines Werkes 
2. Band (1841)
Entstehung
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RNordheim einſt ihr gab, und den Kelch auseinander faltend, ihr den Wurm zeigte, der ſie zerfraß! Jenen Tag, als er dann ſich zu ihren Füßen niederſetzte, und ihre Hände faſſend, wunderbare Worte zu ihr ſprach, die damals und noch jetzt ihr Herz erbeben machten. Sie glaubte noch den durchdringenden Schrei Aureliens, die ſie ohnmächtig im nahen Boskett fanden, zu vernehmen. Jetzt wußte ſie auch, was Aurelien da⸗ mals ſo ſchmerzlich bewegt, ſie ſeufzte leiſe: arme, arme Mutter! und das Mitgefühl ſtärkte ihre Kraft zum Entſagen.

Hier dies Blümchen pflückte er ihr an dem Tage, an welchem ſie ihre zweite Mutter fand; er ſagte dabei nichts, und ſah ſie nur an, und wie ſie es an ihren Buſen ſteckte, lächelte er und küßte ihre Hand.— Auf dies Blättchen Papier ſchrieb er neu⸗ lich, während ſie neben einander ſaßen im Geſpräch, ganz gedankenlos mit dem Bleiſtift ihren Namen, Ellen, Ellen, immerfort ihren Namen! Niemand ſah es, wie ſie, und als ſie hinab gehen wollten, zögerte ſie abſichtlich, bis Alle hinaus waren, und dann ſteckte ſie jenes Blättchen zu ſich.— Dies zu⸗ ſammengerollte Papier war ein kleines Briefchen, das er ihr jüngſt geſchrieben, und jenes dort ein Ge⸗ dicht, das er ihr gegeben! Sie drückte dieſe Blätter an ihre zitternden Lippen, und dann mit tiefem Seufzer