Teil eines Werkes 
2. Band (1841)
Entstehung
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Vater da droben, er möge ihr Kraft geben zu ihrem ſchweren und ſchmerzvollen Opfer! Sie fühlte ſich geſtärkt von ihrem Gebet, und muthig das zu thun, was ſie für ihre Pflicht hielt.

Niemand ſoll es wiſſen, daß ich leide, flüſterte ſie leiſe,— auch nicht eine Thräne ſoll man mich vergießen ſehen, und ſo wird Niemand wiſſen, daß ich überhaupt zu leiden habe!

Mit dem Bewußtſein der Liebe war auch der Stolz der Jungftau erwacht, und gab ihr Kraft, ſich zu faſſen. Ach, Ellen wußte aber nicht, daß ihre Liebe Niemand mehr ein Geheimniß geweſen außer ihr ſelber, daß nur ſie allein in ahnungsloſer Unſchuld nicht gewußt, welch eine Blüthe ſich in ihrem Herzen entfalte!

Mit feſtem, ſichern Schritt ging ſie zu ihrem Schreibtiſch, aus deſſen geheimſten Fach ſie ein zu⸗ ſammengebundenes Päckchen nahm, und es ſeufzend vor ſich ausbreitete.

Es waren liebe und traute Erinnerungszeichen aus jüngſt verfloſſenen, glücklichen Tagen, und wie Ellen ſie jetzt eins nach dem andern in ihre Hand nahm, und mit von Thränen umdüſtertem Blick be⸗ trachtete, ſtand die Vergangenheit in lebendiger bitter⸗ füßer Deutlichkeit vor ihr.

Hier dieſe verwelkte Roſe! es war dieſelbe, die“

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