Teil eines Werkes 
2. Band (1841)
Entstehung
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Bleich und zitternd, aber doch entſchloſſen neigte ſie ſich über Aurelien, die zuſammengeſunken, kraft⸗ los am Boden lag, und ihre Stimme klang wie tonloſes Geiſtergeflüſter, als ſie ſagte: ſo nimm ihn hin, Mutter, meine Mutter, ich gebe ihn Dir! Es iſt das größte Opfer, was eine Tochter Dir bringen kann, und indem ich es frendig Dir bringe, erliſcht das Wort Mutter auf meinen Lippen. Du haſt nun

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keine Tochter mehr in mir, aber eine Schweſter des Leides und der Schmerzen!

Leiſe drückte ſie einen Kuß auf Aureliens Haar, die noch immer am Boden lag, dann wandte ſie ſich ab und ſchwebte unhörbaren Tritts durch das Ge⸗

mach; als Aurelia aufblickte hatte Ellen ſchon das

Zimmer verlaſſen, und der fortrollende Wagen ſagte Aurelien, daß ſie allein ſei!

In der Villa Landstown angelangt, ging Ellen ſogleich in ihr Gemach, und verſchloß die Thür hin⸗ ter ſich. Sie bedurfte der Einſamkeit und Stille; ſie konnte Niemand ſehen, Niemand ſprechen, ſelbſt nicht Ellinor, ihre Mutter! Jetzt war ſie allein; Niemand, der ihre Thränen, ihre Seufzer, ihre Klagen vernehmen konnte. Niemand als Gott. Ellen zagte nicht vor Gottes Nähe, zagte nicht, ihn in

ihr Herz blicken zu laſſen. Sie ſank auf ihre Knie

nieder, und in heißem Gebete flehte ſie zu ihrem

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