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Zügen, rief ſie mit herzzerreißendem Ton: gib ihn mir wieder, Ellen, Ellen, o laß' ihn mir! Es iſt mein einziges, letztes Gut, mein einziges Lebensglück! O Ellen, laß ihn mir! Du biſt noch ſo jung, biſt ſo reich in Liebe, Alles, Alles hat das Leben Dir noch zu bieten, mir iſt er das Letzte und Einzigſte!
Ellen hauchte kaum hörbar: Wer? Wer? Wen
ſoll ich Dir wieder geben?
Aurelia ſagte mit kreiſchendem Ton: Nordheim! Meinen Geliebten, der mich um Deinetwillen ver⸗ laſſen hat!
Ellen ſchreckte zuſammen, ihre ganze Geſtalt er⸗ bebte, ihre Wangen erbleichten, es ſchwindelte vor ihren Blicken, und ſie mußte ſich an einem Seſſel halten, um nicht umzuſinken! Wie mit einem Zau⸗ berſchlag war der Schleier zerriſſen, der ihr bis da⸗ hin ihr eigenes Innere verbarg, es war, als erwache ſie aus einem Schlummer und Traum, einem Lichte gleich dämmerte das Bewußtſein in ihrer Seele auf— ja, es ward Tag in ihr, ſie wußte nun, was ſie bis dahin nicht gewußt, und doch ſchon ſo lange und heiß empfunden, ſie wußte nur, daß ihre Seele und
ihr Herz mit nie zu löſenden Banden an Nordheim hange, daß ſie ihn liebe! Das Geheimniß ihrer eignen Seele war ihr enthüllt, und mit tiefer und bewältigender Gewalt erfaßte ſie dieſe Entdeckung,


