Teil eines Werkes 
2. Band (1841)
Entstehung
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mit vor Rührung erſtickter Stimme: Aurelia, mein Weib, komm an mein Herz!

Aurelia ſchreckte zuſammen bei dem Ton ſeiner Stimme, ſie ſchauderte vor den Worten, die er ge⸗ ſprochen, hoch und ſtolz aufgerichtet, zürnend und kalt, ſchritt ſie durch das Gemach bis zu ihrem Gat⸗ ten hin, und ſagte ruhig und feſt, ihn anſchauend mit Blicken, vor denen er die ſeinen zu Boden ſenkte: ſprichſt Du im Schlaf, Albert? Wache auf, und beſinne Dich! Gedenke, daß Dein Weib im Grabe liegt, und daß Du es warſt, der ſie tödtete!

Kein, nein! rief er heftig, dies war ein Traum, ein böſer, ſchauervoller Traum! Jetzt bin ich erwacht und ſehe Dich, Dich mein Weib, lebend, athmend, S meine Seele jauchzt in Glück und Freude. Nein, nicht zürnend an, fuhr er fort, ſchüttle nend Dein ſchönes Haupt. Du biſt mein

Du weißt, daß es ſo iſt, Du weißt, daß Du vor Gottes Altar mir gelobt, mit heiligem Eide gelobt, Dein Leben lang mir anzugehören. Du lebſt, Du biſt mein. Dieſe Hand, ſie gehört mir!

Als er ihre Hand nehmen wollte, wehrte ſie ihn heftig von ſich und ſagte: hinweg! Berühre mich nicht! keine Gemeinſchaft iſt zwiſchen uns!

Du biſt, Du bleibſt mein Weib! rief er heftiger und aufgeregter..