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gegenüber ſtand, ſtolz und kalt, und ſeinem Auge mit einem ruhigen, faſt verächtlichen Blicke begegnete. So ſtanden ſie da, lautlos, ſtumm, die auf ewig Getrennten, und doch durch Eid und Geſetz zu ein⸗ ander Gehörenden, ſo ſtanden ſie und blickten ſich — an, und ſchienen Einer in des Andern Geſicht, in den durchfurchten und gramerfüllten Mienen, die traurige Geſchichte jahrelanger, nicht gealterter Pein zu leſen. Gleich Bildern und Geſichten zogen an ihrer Seele dieſe Jahre mit ihren Schreckniſſen und ermattenden Qualen vorüber und führten ſie in zau⸗ berhaftem Wechſel zu längſt verklungenen Tagen, zu jenen, wo ſie einander liebten, und wo das Weib ſich an des Gatten Bruſt ſchmiegte und Beide Schwüre wechſelten, ewiger Liebe, ewiger Trene. Wie ver⸗ ſchieden aber war bei Beiden die Wirkung dieſer G danken, die doch dieſelben waren! Aurelia und fühlte ihren Haß und Abſchen gegen de r ihr gegenüber ſtand, noch vermehrt, und dieſer te ſein Herz ſich weit öffnen in tiefer beſeligender zehmuth; er ſagte zu ſich ſelber, dieſe Tage könnten wiederkehren und das Glück mit ihnen, ſie ſeien ja Beide da, Gatte und Gattin, und gehörten einander in unauflöslichem Bunde. Nun ward ihm ſein Herz ſo groß und weit, nun glänzte ſein Auge in freudiger Hoffnung, und er breitete die Arme aus und ſagte,
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