Teil eines Werkes 
2. Band (1841)
Entstehung
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und ſterben? So hat dieſer Mann mit ſeinem böſen Blick, die Ruhe meiner Seele vergiftet und meinen Geiſt mit tödtlicher Krankheit behaftet.

Und doch, ſagte Nordheim mit ſarkaſtiſchem Lä⸗ cheln, war es eben dieſer Blick, der Dich einſt ent⸗ zückte und Dir der Himmel auf Erden däuchte.

O, rief Aurelia ſtürmiſch, Du biſt wie mein böſer Dämon, in alle Entzücku meines Herzens den Wermuth böſer Zukunftst um ießend und meine Empfindungen zu einer grinſe den Larve wandelnd. Nordheim, mein Engel biſt Du, und mein Dämon.

Wenn Du mit Deinem Liebeswort mir den Himmel öffneſt, flüſterſt Du mir böſe Weiſſagungen von kom⸗ mendem Unglück entgegen und zeigſt mir in der Zu⸗ kunft eine Hölle der Qual. Ich ahne, ich ahne, daß durch Dich mir einſt viel Leid und Unglück kom⸗ men wird!

Nordheim ſagte lächelnd: warum ſo ſtürmiſch und wild, Aurelia? Warum zürnſt Du? Nur weil meine Worte Wahrheit ſind, und weil dies Dich ſelber verletzt! Und dennoch iſt es gut, dieſe Wahrheit tief in Deine Seele zu ätzen, damit Dich die Zu⸗ kunft nicht rathlos und unvorbereitet finde. Lerne an Deinem eigenen Herzen die Geſchichte der Welt und des Lebens; Gefühle und Gedanken wogen in dieſem

in ewigen Wechſelerſcheinungen auf und ab; was Du 4*