III.
Das Zuſammentreffen mit ihrem Gatten, Albert von Fahrenberg, hatte Aurelien tief erſchüttert, und als Nordheim, wenige Stunden nach ſeinem Zuſam⸗ menſein mit Lady Landstown, zu Aurelien kam, fand er ſie nach ruheloſer, fieberhafter Nacht, bleich und erſchöpft auf der Chaiſe longue ruhend. Ihre Augen aber leuchteten höher auf beim Anblick ihres heiß erſehnten Freundes, ein zartes Roth überhauchte ihre bleichen Wangen, und mit einem glücklichen Lie⸗ beslächeln reichte ſie Nordheim ihre Hand dar, der ſie an ſeine Lippen drückend, theilnahmvoll nach i Geſundheit fragte.
Nicht mein Körper, meine Seele iſt krank, ſagte Aurelia heftig, ſie iſt bis zum Tode erkrankt bei dem Anblick dieſes verhaßten Mannes, den ich in tiefſter Seele verachte. Erinnerſt Du Dich, fuhr ſie in ge⸗ ſteigerter Aufwallung fort, jener Sage unſrer Heimath, nach der es Menſchen gibt, die durch ihr bloßes Anblicken andre Geſchöpfe vergiften, daß ſie hinſiechen
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