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ſchwankenden Lehnſeſſel— aber ſie beſtieg denſelben doch!—
Man zog ihn empor mit ihr. Die Kanonen don⸗ nerten aufs Neue, die Soldaten ſchwenkten die Flaggen, und am Ufer ſtand das Volk von Livorno und jauchzte.
Plötzlich war es, als ob man mitten durch das Frendengejauchze und den Kanonendonner hindurch einen Jammerſchrei vernähme, ſo laut, ſo durchdrin⸗ gend, ſo herzzerſchneidend durchzitterte es die Luft. Was war das? Was bedeutet dieſes Getümmel auf dem Verdeck des Admiralsſchiffes? Wie, iſt es nicht faſt, als ob man die Prinzeſſin, deren Fuß ſo eben das Schiff betreten, mit rohen Händen ergriffen? Scheint es nicht, als ob man ſie anpacke, als ob ſie ſich wehre, die Arme gen Himmel ſtrecke, und horch, jetzt dieſer fürchterliche Schrei, dieſes Jammer⸗ gekreiſche!
Schaudernd und verſtummend ſteht das Volk am
Ufer und ſtarrt hinüber nach dem Schiffe. Und die Ka⸗ nonen ſind verſtummt, die Matroſen ſchwenken nicht mehr die Flaggen, Alles iſt plötzlich ſtill⸗
Noch einmal iſt es, als hörte man einen Schrei, laut und ſchneidend durchzittert er die Luft, dieſer ein⸗ zige Name: Alexis!
Alexis Orlow erbebt und zittert, und befiehlt ſeinem
Boote, zurückzukehren zum Ufer!


