nahm. Es wäre gegen die Dehors, wenn er in die⸗ ſem Moment neben der Kaiſerin erſchiene. Seht, dicht hinter uns iſt er, in der zweiten Gondel!
Abgeſtoßen! rief der Admiral Gluck, und er ſel⸗ ber ergriff das Ruder, der jungen Kaiſerin zu Ehren.
Die Boote ſtießen vom Lande. Voran das Admi⸗ ralsbvot mit der Prinzeſſin, dem Admiral und der Engländerin, und dann in buntem Gemiſch dieſe un⸗ zählige Menge der bewimpelten Gondeln, in denen ſich die Officiere der Flotte befanden.
Es war ein prächtiger Anblick; das Volk ſtand am ufer und konnte ſich nicht ſatt ſehen an dieſem pracht⸗ vollen Schauſpiel.
Jetzt war es erreicht, das Admiralsſchiff, und vom Deck hernieder ließ man den vergoldeten Lehnſeſſel, Natalie aufzunehmen. Sie erhob ſich zitternd von ihrem Sitz, ein ſeltſames, unerklärliches Bangen bemäch⸗ tigte ſich ihrer, angſtvoll ließ ſie den Blick hinüber⸗ ſchweifen zu Orlow. Er ſaß in dem zweiten Boote, dicht hinter ihr, aber er blickte ſie nicht an, nicht ein einziges Mal, und auf ſeinen Lippen ſtand ein wildes, triumphirendes Lächeln.
Prinzeſſin, man wartet! Beſteigt den Lehnſeſſel! er⸗ mahnte Madame Dyk; Natalien ſchien es, als ſei nichts von der frühern Demuth und Ergebenheit in dem Ton, mit welchem ſie eben zu ihr geſprochen, Alles ſchien ih plötzlich verändert, Alles!— Zaudernd beſtieg ſie de
Mühlbach, Tartaroff II. 20


