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außer Mariane, welche in Thränen zerfließend hinter ihrer Gebieterin kniete, und mit gefalteten Händen für ihre geliebte Prinzeſſin betete, die ſo eben ſich dem Grafen Alexis Orlow vermählte.—
Die feierliche Handlung war zu Ende, und wei⸗ nend ſank das junge Weib in die Arme ihres Gemahls, der ſie mit zärtlichem Geflüſter in das nächſte Gemach geleitete.
Mariane, überwältigt von ihrer Rührung und von ihren Thränen, eilte fort auf ihr Zimmer, und der ehrwürdige Prieſter blieb allein mit ſeinem Sacriſtan.
Sie ſahen ſich Beide ſchweigend an, und ihre Ge⸗ ſichter verzogen ſich zu einem hämiſchen, grinſenden Lachen.
Das war eine wundervolle Scene, ſagte der Prie⸗
ſter, welcher Niemand anders war, als Joſeph Ribas.
Im Ernſte, ich war ganz gerührt über mich ſelber, und es fehlte nicht viel, ſo hätte ich geweint über meine eigene, erhabene Predigt. Geſteht nur, Stepano, daß ein geweiheter Prieſter es nicht hätte beſſer machen können. 2 Wir haben Beide das Unſtige gethan, ſchmunzelte Stepano, der Sacriſtan, und ich denke, der ri ird ſeine ſtille Freude an uns gehabt haben! Eben trat Graf Orlow in das Zimmer. Nata e hat ihn gebeten, ſie allein zu laſſen, ſie bedurfte der Ein⸗ ſamkeit, des ſtillen Gebetes zu Gott.


