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er kann und mag, bis die nöthige Summe vorhanden iſt, dann gehört der Garten Euch Allen an, und Ihr mögt darin ſpazieren gehen, ſo viel es Euch beliebt, und ich werde glücklich ſein, von meinen Landslenten aus der Noth und Dürftigkeit gerettet zu werden, und nicht an einen Fremden den Garten verkaufen zu müſſen, den meine geliebten Römer ſo ſehr lieben.
Aber auf ſolche Rede des Grafen Appiani hatten die guten Römer nichts zu antworten gewußt. Sie be⸗ gehrten wohl das Vergnügen, aber es ſollte ihnen nichts koſten,— umſonſt hätten ſie dieſen Garten ſehr geliebt, es ſich ſehr wohl ſein laſſen unter ſeinen ſchattigen Bäumen, aber nun es darauf ankam, dieſe Spaziergänge mit Geld zu bezahlen, nun fand man, daß er deſſen doch nicht werth ſei, daß man am Ende auch ohne ihn ſich einrichten, auch ohne ihn zufrieden ſein könne.—
Die guten Römer wandten ſich alſo fort von dem Garten, der ſie mit einer Abgabe bedrohte, ſie lenkten ihre Füße in andere Gegenden, nach andern Promeng⸗ den hin, und der alte Graf Appiani verkaufte ſeinen Garten und ſeine ruinenartige Villa an den Fremden, welcher ihm eine ſo bedeutende Summe dafür geboten.
Von dieſem Tage an hatte Alles ein anderes An⸗ ſehen gewonnen in dieſem Garten. Maurer und Ta⸗ pezirer waren gekommen und hatten an der Villa von Innen und Außen ſo lange geputzt und gebeſſert, bis ſie ganz ſtattlich und ſchön zwiſchen dem dicken Laub


