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„weinet nicht! Es iſt ſo viel Freude in meiner Seele, und ſo viel Glück, und ich wünſchte, daß Ihr mit mir freuen könntet.“
*ſchluchzte Margaretha,„ſollen wir uns ſe wenn wir Dich verlieren?“
Richt verlieren,“ antwortete Maria, und ihre Stimme Uri wie das verhallende Tönen einer ſanften Muſik,„was Ihr an mir beſeſſen habt, könnt Ihr nie verlieren, das iſt meine Seele und meinen Geiſt. Freuen aber ſolltet Ihr Euch mit mir, daß dieſe Laſt des Daſeins von mir genom⸗ men wird. O ich habe ſo viel gelitten, ſo viel geweint!— Aber,“ fuhr ſie kräftiger fort,„ich danke Gott auch für die Schmerzen, unter Leid und Pein mußte meine Seele reifen, und jede Thräne, die ich geweint, war eine Verkündigung des Herrn, der mich der Schmerzen würdigte. Mein Leben war ein Suchen und Irren nach Gott und dem Erlöſer, dem Heiland, die Schmer⸗ zen und Erfahrungen konnten mich allein die rechte Straße finden lehren, die zu Gott führt.— ZJa, mein Gott, ich habe Dich gefunden,“ rief ſie laut und begeiſtert, und hob beide Arme gen Himmel, „Du biſt überall, wo die Menſchen Dich finden, aber nicht überall, wo Du zu finden biſt, ſind die Menſchen!“
Und als ſende Gott ihr ein Zeichen ſete Nähe, rauſchte es plötzlich auf im dunklen Walde, bewegte ſich Blume und Strauch im ſäuſelnden


