XIII.
Das Grab.
Wochen waren vergangen, die Natur erblühte höher in duftender Frühlingsluſt, Maria's Blüthe aber war zerſtört, der Wurm der Schmerzen hatte ihr innerſtes Leben zernagt, und kein Balſam konnte ſie mehr heilen und erretten zum Leben für das Leben.
Wieder, wie an jenem Tage, wo ihre Krank⸗ heit begann, ſaß Maria ſanft gebettet im Lehn⸗ ſeſſel in dem kleinen Gärtchen, und Robert und Margaretha ſtanden wie damals ihr zur Seite.
Viele Leiden und Schmerzen hatte Maria ſeit jenem Tage erduldet, aber ſie waren nur körper⸗ lich, ihre Seele war mehr und mehr geſundet, und mit neugewonnener Lebenskraft und Sterbe⸗ luſt ſchaute ſie dem Tode ins Angeſicht.
Sie wußte, daß ſie nicht geneſen konnte, und wie ſie jetzt das müde Auge langſam auf Wald und Himmel heftete, ſchien es ihr, als nehme ſie


