nachgefolgt, ſie dachten nicht daran, daß das un⸗ gehörig ſein könnte, ſie wollten ſich nur freuen mit ihrer Herrſchaft, und weil dieſe ſich freute.
Da ſtanden ſie mitten im Gärtchen unter dem beſchattenden großen Apfelbaume, der als Gruß Marien ſeinen Blüthenregen auf die Schultern legte. Sie Alle waren ſtill, ſchweigend vor Freude und Rührung.
Der Wind rauſchte majeſtätiſch in den Gipfeln der mächtigen Bäume des geheimnißvollen ſchwarz⸗ dunklen Waldes, der in der Ferne den tiefblauen Himmel zu berühren ſchien und hier nahe am abgegrenzten Gärtchen zu ſchattigem, kühlem Ruhe⸗ ſitz einlud.
O wie ward Marien das Herz ſo voll und ſo weit! Es war ihr, als ſei ſie fern von der Erde, in einer andern Welt, der große Wald trennte ſie von ihrer ganzen Vergangenheit, ſie lebte ein neues Leben, ſie athmete eine neue Luft, und losgetrennt von den Schmerzen des Geweſenen genoß ſie mit Entzücken den ſtillen Frieden der Gegenwart. Das Rauſchen des Waldes tönte ihr wie das Klingen der Orgel, und das Zwit⸗ ſchern und Singen der Vögel Sihi ihr Him⸗ melsmelodien.
Nie hatte ſie ſich in ſo tebendiger und unmit⸗ telbarer Berührung zur Natur gefühlt, nie ſo deutlich das ewig Lebende, ewig Schaffende und empfunden. Wie rührte ſie Alles,


