Teil eines Werkes 
9. Theil, Rebekka : 2. Band (1860)
Entstehung
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Maria in dieſem Augenblick die Meine geworden iſt. Das heißt, ſie hat ſich entſchloſſen mein chriſt⸗ liches und treues Eheweib im Herrn zu werden.

Selbſt Maria erbebte, als er ſo ſprach, und eine unheilsvolle Ahnung flüſterte ihr zu, daß ſie vielleicht in unüberlegter Aufwallung das Glück ihres Lebens verſcherzt.

Iſt dem wirklich ſo, Maria? fragte die

Baronin mit zitternder Stimme.

Es iſt ſo, antwortete ſie leiſe, kaum hörbar.

Eine bange, ängſtliche Pauſe trat ein, mit niedergeſchlagenen Augen, hochklopfendem Herzen ſtand Rebekka da. Böſenberg hatte die Hände gefalten und blickte gen Himmel, unbeweglich und ernſt, wie in tiefe Betrachtung verloren, und der Baronin Blick haftete thränenſchwer an ihrer ge⸗ liebten Nichte; dann wandte ſie ſich ſeufzend ab und trat ans Fenſter.

Böſenberg folgte ihr dahin, Rebekka's Hand ergreifend und ſie mit ſich ziehend:geben Sie uns Ihren mütterlichen Segen! ſagte er mit weicher, gleißneriſcher Stimme.

Wenn es wirklich Maria's Wille iſt, was ich noch immer nicht glauben kann, ſagte die Baronin feſt,ſo möge Gott Euch ſegnen!

Laut ſchluchzend warf ſich Rebekka an ihre Bruſt. S Welch ein ſchönes Bild der Eintracht und

der Liebe! wie ſehr wird der Herr ſein Wohlge⸗