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„Gehen Sie, Herr Baron, und mögen wir uns nie wieder begegnen!“
„Ich hoffe aber, wir werden es,“ ſagte er iro⸗ niſch, wenn auch nicht hier, mein jüdiſches Fräulein, doch aber vielleicht an einem andern Orte, wo es Ihnen weniger bequem ſein möchte.“
Mit einer tiefen Verbeugung verließ er das Zimmer. Rebekka ſtarrte ihm nach, wie er den Garten durchſchritt; ihre Augen öffneten ſich wei⸗ ter und größer, ein ängſtliches Stöhnen rang ſich aus ihrer Bruſt hervor, und als jetzt Robert's Geſtalt hinter den Bä men verſchwand, zuckte ſie zuſammen. Dann hob ſie beide Arme gen Him⸗ mel, ihr troſtloſer Blick richtete ſich aufwärts, und mit einem Schrei der Verzweiflung rief ſie:„Ich bin allein!“
Ihre Arme fielen herab, ſie ſenkte das Haupt auf ihre Bruſt und ſeufzte ſchwer. Da rief der
Baronin Stimme von außen:„Rebekka, willſt Du mir nicht öffnen?“
ie flog zur Thür, öffnete ſie, umklammerte der Tante Nacken mit ihren beiden Armen, und mit krampfhaftem Schluchzen rief ſie:„ Laß mich an Deinem Herzen weinen!“


