Teil eines Werkes 
8. Theil, Rebekka : 1. Band (1860)
Entstehung
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wußte, daß ich in dieſem Augenblick für immer die Seine ward! Da erſchallten Stimmen in der Ferne, fuhr ſie fort,ſie riefen, Robert, Robert, wo bleibſt Du ſo lange? wo biſt Du? Der Jüngling neben mir ſprang auf, und rief, ich komme, ich komme! Dann wandte er ſich zu mir, und fragte,ſehe ich Dich bald wieder? Ich nickte ſtumm.Wann? wann? fragte er dringend.In acht Tagen, antwortete ich ihm, und als nun die Stimmen, die ihn riefen, immer näher ertönten, eilte er raſch

von dannen.

murmelte Abigail,und nach acht Tagen fuhren wir Beide wieder hinaus nach Lob⸗

zow, und ich mußte vorauf gehen, um zu ſchauen,

ob der junge Herr ſchon da, und fand ihn. Da fragte er mich nach Deinem Namen, und ich nannte Dich Maria, und erzählte ihm, daß Du eines reichen Mannes Tochter und ſchon Braut.

Und warum thateſt Du das? fragte Rebekka heftig,warum ſagteſt Du ihm einen falſchen Namen, warum nannteſt Du mich nicht Rebekka?

Kind, Kind, erwiderte die Alte,ſoll ich es Dir denn immer wiederholen, daß ich es um Deinet⸗ willen gethan habe? Glaube mir, die Chriſten verabſchenen jeden vom Stamme Israels, und trügen ſie ſelbſt Alle Deine himmliſchen Züge. Ihm ſagen, daß Du eine Züdin ſeieſt, hieße Dich um Dein Glück bringen