Teil eines Werkes 
8. Theil, Rebekka : 1. Band (1860)
Entstehung
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zuwerfen an einen Chriſten!

Hier brach die Alte in ein rohes und widriges Gelächter aus.Haha, von ſeiner Maria!

O, Abigail, ich beſchwöre Dich, flehte Re⸗ bekka,jetzt nur laß Deinen Spott, ſei ernſthaft, Abigail.

Nun ja, ich bin es ja ſchon. Ich brachte ihm alſo Deine Grüße, und ſagte ihm, daß Du ihn in Lobzow in Eſther's Garten entiß 4

Und er, was ſagte er? fragte d Mäd⸗ chen athemlos.

Sr drückte mir dies Goldſtück in die Hand, und fragte, um welche Stunde er dort ſein ſollte? In der Abenbſtunde antwortete ich ihm.

Unwillkürlich richteten ſich heebetla Augen nach der goldenen, mit Edelſteinen verzierten Uhr, die an der Wand hing.In der Abendſtunde, flüſterte ſie, und jetzt iſt es erſt drei Uhr.

O Kind, Kind, ermahnte die Alte, wie biſt Du doch ſo ſtürmiſch und wild, und bedenkſt nicht das Ende, das Ende.

Das Ende, antwortete Rebekka,das Ende iſt der Tod. Ihre Arme ſanken herab, und trüben Gedanken hingegeben, ſtarrte ſie zur Erde.

O daß ich das erleben muß, ſeufzte Abigail, an dem Kinde, das ich genährt und gepflegt, das ich liebe, wie mein eignes Kind! O ſich weg⸗

Still, befahl Rebekka,ſtill, Abiga ſollſt ihn nicht ſchmähen, ihn den Edlen, Rei