Teil eines Werkes 
8. Theil, Rebekka : 1. Band (1860)
Entstehung
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Vater! rief das Mädchen außer ſich, und auf ihn zuſtürzend, legte ſie beide Hände auf ſeine Schultern, und blickte ihn feſt ins Geſicht:könnt Ihr im Ernſte ſo ſprechen? Wollt Ihr mich zwingen? O nein, Ihr wollt es nicht, Ihr wißt, daß ich eher ſterben würde, als dieſem elenden Wurme meine Hand geben!

Wurm, Du nennſt mich einen Wurm, ſchrie Abel, und hob drohend den Arm,warte, wenn Du nur erſt meine Frau biſt!

Abel! rief der Greis.

Laßt ihn nur, Vater, ſagte Rebekka, und trat auf Abel zu.Höre mich an, Abel, laß ab von mir, denn ich will nicht Dein Weib werden!

Ich gab mein Wort! unterbrach ſie ihr Vater.

Alter Mann, antwortete ſie,Du thateſt Unrecht, wenn Du glaubteſt, über das Herz Dei⸗ nes Kindes ſchalten zu können, als über eine Waare. Ich ſage Dir, ich kann Deinen Willen nicht erfüllen. 8 Du biſt doch meine Kalle! rief Abel mit rohem Lachen, und faßte ihre Hand.

Abel, ſagte ſie ruhig, und preßte ſeine Hand

krampfhaft in der ihren,höre, was ich Dir ſage.

Beſtehe nicht darauf, mich als Dein Weib in Dein

u führen, denn ich ſchwöre Dir, ich tödte he denn ich die Deine werde.