Teil eines Werkes 
8. Theil, Rebekka : 1. Band (1860)
Entstehung
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ſagte Rebekka und richtete ſich ſtolz auf.

Wort halten.

machen gedenkt, wie könnte die mit der meinen ſich befreunden? Euch, mein Vater, Euch verdanke ich, was ich bin, Euch meine Erziehung, Euch mein Wiſſen und! Denken. O zerſtört nun nicht grauſam Euer Werk, indem Ihr mich zurück⸗ ſtoßt in Jammer und Elend, indem Ihr mich vernichtet!

Abel hat mein Wort, erwiderte ihr Vater ruhig,und Du trägſt von Deiner Kindheit ſchon die Verlobungskette an Deinem Halſe.

Und ſo zerreiße ich ſie, rief Rebekka, und mit beiden Händen, die an ihrem Halſe hängende Kette zerreißend, warf ſie ſie klirrend zur Erde. So zerreiß ich die Kette, die mich an ihn binden

ſoll, und ich ſcwörs beim Gotte da droben, nie⸗

mals wird Abel mein Gatte.

Sie hatte nicht bemerkt, daß ſich hinter ihr leiſe die Thür geöffnet und Abel hereingetre⸗ ten war.

Der Schwur wird Dir nicht helfen, Rebekkchen, ſagte er mit jenem eignen jüdiſchen Dialekte, der ſtets den Ungebildeten dieſes Volks anklebt, Dein Vater wird halten, was er hat gelobt.

Ich aber werde niemals Dein Weib!

Still, befahl ihr Vater,ſtille, Du thörigtes Kind. Höre mich an, Tochter, Du kannſt Vater nicht zum Lügner machen woleh Dr