Teil eines Werkes 
8. Theil, Rebekka : 1. Band (1860)
Entstehung
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wollen wir nicht wanken und weichen, warum wollen wir kleben an dem Vermoderten und Vergangenen?

Du ſprichſt, wie es Deiner Jugend geziemt, ſagte der Greis, und heftete ſeine kummervollen Blicke auf das Mädchen, die ſtrahlenden Auges vor ihm ſtand,Du ſprichſt von den Menſchen, wie Du ſie nach Deinen Büchern beurtheilſt, und

Kind, es wird eine Zeit kommen, wo Deine rofige Wange vom Kummer erbleicht, und Deine bren⸗ nenden Augen vom Weinen erloſchen ſein werden, dann gedenke meines Wortes: Niemand von uns findet hienieden ein anderes Glück, als das was er in ſtrengſter Gemeinſchaft mit unſerm Volke, im gänzlichen Abgeſchloſſenſein gegen die Chriſten finden kann, und darum, meine Tochter, wählte ich Dir unter den Jünglingen Jsraels einen Gatten, damit Du eine Stütze habeſt auf Deiner Lebensbahn.

Nimmermehr aber kann mir Abel das ſein! rief Rebekkas.

Das findet ſich Alles mit der Zeit! ant⸗ wortete ihr Vater.

Sprecht nicht ſo, mein Vater, ſagte das ſtütmiſche Mädchen,Ihr läſtert meinen Geiſt. Wie kann eine Gemeinſchaft ſein zwiſchen Abel und mir? Seine Seele, die keine anderen Inter⸗ eſſen hat,

von der Welt, wie Du ſie Dir denkſt. Armes

den Profit, den er im Handel zu