Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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tauſend Livres, und außerdem zahlte er ihm die Sub⸗ ſidien von jährlich hunderttauſend Livres, welche er ihm während des ungariſchen Krieges für Lebenszeit verſchrieben hatte, weiter fort. Dieſen bedeutenden Summen fügte der König jetzt noch einen jährlichen Zuſchuß von vierzigtauſend Livres für den Unterhalt ſeines Hauſes und Gefolges hinzu.

Der Fürſt Franz Räköczy war durch dieſe Groß⸗ muth König Ludwigs nun freilich gegen äußere Noth und Bedrängniß geſchützt, aber war das ein Troſt gegen die innere Noth und Bedrängniß? ein Troſt für die Enttäuſchungen und Entſagungen, für die zer⸗ trümmerten Hoffnungen ſeines vereinſamten, klang⸗ loſen Lebens?

Vereinſamt! der edle Held und Märtyrer von Ungarn vereinſamt! Und wo war ſie, die Geliebte ſeines Herzens, die Gemahlin, die ihm ewige Liebe und Treue geſchworen?

Einen Trauerſchleier über ihre einſt ſo ſchöne und edle Geſtalt! Einen Trauerſchleier über die Erinne⸗ rung an ſie! Ihr Vater rief ſie zu ſich und ſie ging! Wehe den armen verzagten Herzen, welche das Unglück nur beugt und niederdrückt, nicht ſie ſtählt und aufrichtet! Gramvoll und gebengt, hatte Charlotte Amalie nicht die Kraft, dem gebieteriſchen Willen ihres

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