Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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XVI.

Das Teſtament.

Das Opfer war vollbracht! Der Friede von Szathmär hatte das Denkmal geſetzt auf dieſes Opfer eines großen und edlen Herzens! Der Friede von Szathmär hatte Ungarn ſchmerzvoll düſtere Ruhe wie dergegeben, er hatte den Fürſten Franz Räkéczy hin⸗ ausgetrieben in die Fremde!

Freilich wohl ſicherten die Friedensbedingungen auch dem Fürſten Franz Räköczy ſeinen ungeſtörten Genuß und Beſitz ſeiner Güter zu, und völliges Ver⸗ geſſen des Geſchehenen. Aber es war die Bedingung hinzugefügt, daß er in Friſt von drei Wochen nach Un garnzurückkehre, die Friedensbedingungen unterzeichne, dem König den Eid der Treue ſchwöre, und in alle ſeine Schlöſſer und Burgen deutſche Beſatzungen auf des Königs Koſten aufnehme.

Vielleicht hätte Räköczy ſich dieſen Bedingungen gefügt, dem Schickſal ſich unterworfen, und dem Kai⸗ ſer Joſeph, an deſſen aufrichtige und großmüthige Ge⸗ ſinnung für Ungarn er glaubte, den Eid der Treue ge⸗ leiſtet. Aber bevor noch die Friſt abgelaufen war, ſtarb