Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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den Huldigungseid. Dorthin kam der Feldmarſchall Palffh mit zahlreichen Reiterhaufen. Ihm gegenüber ſtand Karolh mit fünfzehntauſend Mann in Schlacht⸗ ordnung aufgereiht, mit einhundert und neunundvier⸗ zig Fahnen. Dort wurden die Friedensbedingungen in urkundlicher Ausfertigung von Karl Locher vorge⸗ tragen und von den Konföderirten feierlich angenom⸗ men. Die Feldherren, Hauptleute und Mannſchaften ſchwuren dem König Joſeph den vorgeſchriebenen Eid der Treue, ſenkten die Fahnen zur Erde, legten die Waffen, Heerpauken und übrigen Kriegsſachen auf einen Haufen.

Sodann begann die in vollem Ornat vor dem ho⸗ hen Altar in der Mitte des Feldes aufgeſtellte Geiſt⸗ lichkeit das Tedeum zu ſingen, mit ſchmetternden Tö⸗ nen fielen die Poſaunen ein, und dumpfen Tones ſangen die am Boden knieenden Konföderirten mit dies Tedeum, welches Gott pries, daß er die Ruhe wieder hergeſtellt, und die Macht des Königs Joſeph1. in Ungarn wieder aufgerichtet hatte.