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melten immer wieder neue Kräfte, während Raköczy's Niederlagen, ja ſelbſt ſeine Siege, ſeine Kräfte nur erſchöpften. Seine mehr muthvollen, als geſchickten
Feldherren verſtanden nur zu fechten und zu ſterben, aber nicht zu ſiegen, ſeine Schaaren waren zahlreich und vom beſten Wollen beſeelt, aber ſie waren undis⸗ ziplinirte rohe Haufen, und oft mitten im entſchei⸗ denden Gefecht befolgten ſie nicht die Befehle ihrer Offiziere, überließen ſich zügelloſer Plünderung, oder ſie warfen, des Fechtens müde, ihre Waffen weg, um in die Heimat zurückzukehren. Seine Offiziere aber waren zum größten Theil franzöſiſche Abenteurer, die auf irgend eine Weiſe ſich in Frankreich Dienſtzeug⸗ niſſe von Offizieren verſchafft hatten, und denen man, geſtützt auf dieſe Zeugniſſe, in der Räköczy'ſchen Ar⸗ mee Offiziersſtellen verlieh, während es ſich nachher gar oft erw es, daß dieſe Leute nur die Bedienten von franzöſiſchen Offizieren geweſen, und dieſen ihre Pa⸗ tente geſtohlen hatten.
Es war natürlich, daß eine aus ſo verſchieden⸗ artigen Elementen zuſammengeſetzte Armee auf die Länge nicht im Stande war, ſich gegen die ſtarke, wohl⸗ disziplinirte, ſich immer wieder ergänzende Armee des öſterreichiſchen Kaiſers zu halten. Zudem begannen die ungariſchen Magnaten des Krieges müde zu werden,


