Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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ſagte der Kardinal zu ſich ſelber, indem er wieder ſeine kleinen ſtechenden Augen auf den Prinzen heftete.

„Möchteſt du nicht auch das Kloſterleben erwäh⸗ len?“ fragte er dann.„Möchteſt du nicht auch ein Kirchenfürſt werden, wie ich es bin?“

„Eure Eminenz,“ erwiderte Franz lebhafter als zuvor,„ich meine, nur dem Papſt geziemt es, eine weltliche und eine geiſtliche Krone zu gleicher Zeit zu tragen, und da ich ſchon Fürſt von Siebenbürgen bin, ſo darf ich nicht auch noch Kirchenfürſt werden.“

Der Kardinal lächelte. Er iſt nur einfältig, dachte er, man wird mit ihm weniger Schwierigkeiten haben, als mit ſeiner Schweſter. Mein Sohn,“ ſagte er dann laut,„deine Krone von Siebenbürgen darf dich nicht hindern, dereinſt einen Kardinalshut zu tragen, denn dieſe Krone exiſtirt nicht mehr, und ich möchte dir als Freund und Vormund rathen, gar keine Anſprüche mehr an dieſelbe zu machen. Es iſt beſſer, du vergiſſeſt die Vergangenheit und richteſt deinen Blick allein auf die Zukunft!“

„Ich werde es thun,“ ſagte der Knabe leiſe, indem er ſich tiefer in die Ecke des Wagens zurücklehnte.—

Nach einer langen Fahrt hielt der Wagen endlich vor einem großen, prächtigen Hauſe an, und ſie ſtie⸗ gen aus.