Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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„Nein,“ ſagte der Knabe gleichgültig,„weshalb ſollte ich fragens Zch weiß es, denn ſie iſt nicht mit Ihnen zurückgekehrt. Sie haben ſie der Aebtiſſin über⸗ geben, und man wird ſie zu einer Nonne erziehen.“

„Und du ſagſt das ſo ruhig und gelaſſen, mein Sohn? Du würdeſt alſo ganz damit einverſtanden ſein, wenn deine Schweſter eine Nonne würde?“

„Warum nicht, wenn es ihr Wunſch und Wille iſt? Das Kloſterleben iſt ſehr ſchön für diejenigen, welche es freiwillig ſich erwählen.“

Der Kardinal warf einen forſchenden Blick auf den Knaben hin, um zu ſehen, ob ſeine Mienen nicht etwas beredter und offener ſein möchten, als ſeine Worte Aber Franz Räköczy's Geſicht war ganz ruhig und ſanft, es verrieth nichts von den Gedanken ſeiner Seele.

„Und du, mein Sohn,“ fragte der Kardinal nach einer Pauſe wieder,„haſt du dich ſchon über einen Lebensberuf entſchieden?“

„Ich bin eben erſt zwölf Jahre alt geworden,“ erwiderte Franz ruhig;„ich habe keinen Willen, ſon⸗ dern was mein Vormund der Kaiſer befiehlt, das werde ich thun.“

„Er iſt entweder ſehr einfältig, oder ſehr ſchlau,“

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1851. XIII. Franz Räköczy I.