Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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muth zurückzuführen. Reichen Sie mir alſo Ihre Hand, Prinzeſſin Juliana, laſſen Sie uns in Ihre Zelle eintreten!

Nein, ich will nicht! ſchrie Juliana, die darge⸗ reichte Hand der Acbtiſſin von ſich ſchlendernd.

So muß ich, kraft meiner Gewalt als Ihr Vor⸗ mund, Sie zwingen zu Ihrem Glück! rief der Kar⸗ dinal mit zorniger Stimme, und mit ſeinen beiden muskelkräftigen Armen die zarte, ſchlanke Geſtalt des jungen Mädchens erfaſſend, hob er ſie empor und trug ſie hinein in die Zelle.

Juliana regte ſich nicht, ſträubte ſich nicht. Der Schrecken hatte ſie vielleicht betäubt, oder ſie hatte vielleicht mit der ſchnellen Kraft ihres Verſtandes das Nutzloſe jedes ferneren Widerſtandes eingeſehen. Als der Kardinal ſie jetzt neben dem kleinen Betſtuhl nie⸗ dergeſetzt und ſie aus ſeinen Armen gelaſſen hatte, ſchanderte ſie in ſich zuſammen, und preßte ihre Hände an ihr hochklopfendes Herz, als wollte ſie die Klage der Verzweiflung zurückhalten, die da in ihr jammerte und ſchrie. Dann auf einmal richtete ſie ſich gefaßt und ruhig empor.

Herr Kordinal, ſagte ſie mit lauter, feierlicher Stimme,erinnern Sie ſich, daß ich mich nur dem Zwange gefügt, daß Sie nur mit Gewalt mich in