Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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Aber ich widerhole Zhnen, es iſt der Herr und Kaiſer der Welt, welcher Sie in dieſer Zelle erwartet, ſagte der Kardinal.Er will ſich der Irregeleiteten und Verführten erbarmen, er ruft die Tochter der Auf⸗ rührerin und Hochverrätherin zu ſich, er will Sie er⸗ retten und Sie zur Erkenntniß führen. Treten Sie alſo ein in die Zelle, die Ihr Herr und Kaiſer Ihnen bereitet hat.

Nein, nein! rief Juliana,nicht Gott, nicht der Kaiſer, ſondern unſere Feinde und Widerſacher haben der Tochter des Fürſten Räköczy, der Tochter der Heldin von Munkacs, dieſe Zelle bereitet, darum will ich ſie nicht betreten. Frau Aebtiſſin, Sie ſind ein Weib, und Sie werden Mitleid haben, Sie werden es nicht dulden, daß man einer Mutter ihr Kind entreißt, daß man ein junges Mädchen wider alles Geſetz und Recht zwingen will in einem Kloſter zu leben, nein, nein, Sie werden Erbarmen haben! Sie werden mich nicht zwingen wollen, Nonne zu werden!

Nein, meine Tochter, ſagte die Aebtiſſin ernſt und kalt,ich werde Sie nicht zwingen Nonne zu wer⸗ den, aber ich werde auch das arme, verirrte Lamm, das der Herr mir zuführt, nicht von mir weiſen, ſon⸗ dern ich werde michbemühen, es auf den rechten Pfad, auf den Pfad der Tugend, des Gehorſams, der De⸗

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