Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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ten bis ich ihn rufen laſſe! ſagte der Kardinal gebie⸗ teriſch.Laſſen Sie uns raſch vorwärts eilen! Ehr⸗ würdige und ſehr achtungswerthe Frau Aebtiſſin, im Namen Gottes begrüße ich Sie, und bitte Sie, dieſem armen, verirrten jungen Lamm hier eine Mutter, eine Helferin ſein zu wollen.

Der Wunſch Eurer Eminenz iſt mir Befehl, ſagte die Aebtiſſin ſich tief verneigend. Dann ſtreckte ſie ihre Hand aus, und legte ſie dem jungen Mädchen auf die Schulter.

Kommen Sie, meine Tochter, ſagte ſie,und möge Ihr Eintritt in dieſes Haus geſegnet ſein!

Juliana erwiderte nichts, nur ein leiſes Aechzen rang ſich aus ihrer Bruſt hervor, und ein Beben durch⸗ flog ihre ganze Geſtalt, als ſie geführt von dem Kardinal und der Aebtiſſin die Schwelle des Kloſters überſchritt, durch die weite, düſtere Vorhalle, über die breite Treppe dahinging Aber oben an dieſer Treppe blieb ſie ſtehen.Herr Kardinal, fragte ſie ſtolz und drohend faſt,Herr Kardinal, wohin führen Sie mich!

Ich ſagte es Ihnen ſchon, meine Tochter, erwi⸗ derte der Kardinal lächelnd,der Herr und Kaiſer erwartet Sie in dieſem Hauſe, kommen Sie!

Sie ſchritten jetzt auch die hohe obere Halle dahin

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