Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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tend. Hinter ihr ſtand eine ganze Schaar ebenſo ge⸗ kleideter Frauen, nur daß das Kruzifix in ihren gefal⸗ teten fehlte.

Wir ſind zur Stelle, ſagte der Kardinal feier⸗ lich, indem er den von dem goldſtrotzenden Livreebe⸗

dienten herabgelaſſenen Wagenſchlag herunterſtieg und dann Julianen die Hand darreichte.Wir ſind zur Stelle, kommen Sie, Prinzeſſin Juliana.

Aber das junge Mädchen nahm die dargereichte Hand nicht an.Wir ſind nicht zur Stelle, Herr Kardinal! rief ſie. Eure Eminenz haben geſagt, Sie hätten Befehl uns zu Sr. Majeſtät dem Kaiſer zu führen. Dies hier aber iſt nicht die Kaiſerburg, ſon⸗ dern ein Kloſter, und dieſe da ſind nicht Höflinge des Kaiſers, ſondern es ſind die Urſulinerinnen, welche dieſes Kloſter bewohnen.

Aber da drinnen in dem Kloſter erwartet uns der Kaiſer und König der Welt! ſagte der Prälat, kommen Sie alſo!

Er faßte heftig Julianens Arm und zog ſie vor⸗ wärts. Juliana widerſtrebte nicht länger, ſie ſprang leicht wie eine Gazelle aus dem Wagen, und reichte dann ihrem Bruder die Hand hin, um ihm beim Aus⸗ ſteigen behülflich zu ſein.

Ihr Bruder wird im Wagen bleiben und war⸗