Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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Sie wandte ſich ab, und ſchritt raſch nach der an⸗ dern Seite des Saales hin, damit ihre Kinder die Thränen nicht ſehen ſollten, die jetzt in unaufhalt⸗ ſamen Fluten ihren Augen entſtrömten.

Juliana und Franz folgten traurig, geſenkten Hauptes dem Kardinal zu den bereitſtehenden Wagen, in deren erſten ſie Beide mit dem Kardinal und einer der Nonnen, welche im Gefolge des Kardinals waren, Platz nahmen.

Im raſchen Galopp rollte der Wagen dahin. Nie⸗ mand ſprach ein Wort, Franz und Juliana hatten ſich die Hände gereicht, und mit ihrem verſtohlenen Druck allein ſprachen ſie zu einander.

Plötzlich in einer düſtern, engen Gaſſe hielt der Wagen vor einem hohen, grauen Thor in der Mitte einer ſteinernen Mauer an. Das Thor that ſich lang⸗ ſam auf, in feierlichem Schritt fuhr der Wagen in den weiten, rings von hohen, düſtern Gebäuden umge⸗ benen Hof ein, und hielt dann da drüben vor dem düſtern, grauen Portal an.

Innerhalb dieſes Portals ſah man eine hohe, ernſte Frauengeſtalt, in langem ſchwarzen Gewande, das Haupt und die Schultern umwallt von einem dichten weißen Schleier, in den beiden auf der Bruſt gefalteten Händen ein großes ſilbernes Kruzifix hal⸗

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