Eigenſchaft als ihr Vormund die Kinder ihrem erſten und oberſten Vormund, dem Kaiſer vorzuſtellen.“
„Ich bitte um die Erlaubniß, meine beiden Kinder zum Kaiſer begleiten zu dürfen!“ rief Helena angſtvoll.
Der Kardinal zuckte die Achſeln.„Ich habe vom Kaiſer nur den Auftrag erhalten, ihm meine beiden Mündel, die hinterlaſſenen Kinder des Fürſten Rä⸗ köczy, zuzuführen!“
„Das heißt, man will ſie mir entreißen!“ ſchrie die Fürſtin,„man will mich von Ihnen trennen!“
„Die Frau Fürſtin befinden ſich, wie mir ſcheint, in einer ſchlimmen und krankhaften Aufregung,“ ſagte der Kardinal froſtig.„Sie bedürfen entſchieden der Beruhigung und Stille, und die wird Ihnen in die⸗ ſem Hauſe des Friedens und der Ruhe werden. Kom⸗ men Sie, meine Mündel, ich führe Sie, wohin der Herr und Kaiſer mir geboten hat, Sie zu führen.“
Er faßte mit kräftiger Hand den Arm Julianens, legte die linke Hand auf die Schulter des kleinen Franz, und zog ſie Beide mit ſich fort nach dem Ausgang des Saales hin.
„Meine Kinder!“ rief Helena angſtvoll. Aber der Kardinal ſchien es nicht zu hören, und ſchritt nur raſcher vorwärts. Indeß auf einmal, trotz der vor⸗ wärtsſchiebenden Hand des Kardinals, ſtand Juliana


