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und begleitet von einigen Kloſterbrüdern und Nonnen trat der Kardinal Kolonies mit allem Pomp und aller Hoheit ſeines Ranges herein. Sich mit ſtolzer Würde nähernd, verkündigte er der Fürſtin, daß er es ſei, der vom Kaiſer Leopold mit der Vormund⸗ ſchaft der beiden hinterlaſſenen Kinder des Fürſten Räkéczy betraut worden, daß er demgemäß jetzt komme, um ſogleich ſein Amt anzutreten und die Kinder unter ſeine Obhut zu nehmen.
„Ich hoffe, Eure Eminenz werden die Mutter nicht von den Kindern trennen wollen!“ rief die Fürſtin lebhaft.„Die Mutter bleibt doch die natürliche Vor⸗ münderin ihrer Kinder, und ſo lange ſie lebt, darf man ihre Kinder ihr nicht entreißen.“
„Und man will es auch nicht,“ ſagte der Kardinal freundlich.„Niemand denkt daran, die Mutter ihrer Kinder berauben zu wollen. Sie werden ihre natür⸗ liche Vormünderin bleiben, Frau Fürſtin, ich werde nur, bis ſie erwachſen ſind, ihr vom Kaiſer beſtellter Vormund ſein, und ich verſpreche Ihnen, daß mein ganzes Streben darauf gerichtet ſein wird, die Kinder, welche der verſtorbene Fürſt Räköczy dem Kaiſer als ſein Vermächtniß hinterlaſſen hat, würdig und im beſten Geiſte zu erziehen. Wir werden uns darüber des Weitern verſtändigen, jetzt eben komme ich nur, um in der
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