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mir, mein Sohn, ſchwöre mir bei Allem, was dir heilig iſt, daß du immer dieſer Stunde eingedenk blei⸗ ben, und daß du ſie einſt rächen willſt!“
Und der Knabe hob ſeine Hand empor zum Him⸗ mel, und ſein bleiches Angeſicht nahm einen kühnen, energiſchen Ausdruck an.
„Ich ſchwöre,“ rief er mit lauter, machtvoller Stimme,„ſchwöre bei Allem was mir heilig iſt, daß ich immer dieſer Stunde eingedenk bleiben, und daß ich ſie einſt rächen will!“
Helena fuhr fort:„Schwöre mir, daß, wenn du einſt Munkaes erlöſt haſt aus den Händen deiner Feinde, du dann hier heraufgehen und hier auf dieſer ſelben Stelle rufen wirſt:„Meine Mutter, ich habe dich gerächt, Munkacs iſt frei!“
„Ich ſchwöre,“ rief der Knabe feierlich,„ſchwöre, daß ich einſt, wenn ich Munkaes aus den Händen mei⸗ ner Feinde befreit habe, hier heraufgehen und auf dieſer ſelben Stelle rufen will:„Meine Mutter, ich habe dich gerächt, Munkaes iſt frei!“
„Ich werde dann ſchon längſt geſtorben ſein,“ ſagte Helena ſanft und träumeriſch,„aber mein ſeliger Geiſt wird deine Stimme vernehmen, mein Sohn, und er wird dich ſegnen!“—
Sie neigte ſich nieder zu ihm und drückte einen


