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alle Dörfer und Ortſchaften, um den Belagerten alle Zufuhr abzuſchneiden, und ließ nun laut unter Trom⸗ petenſchmettern und Trommelwirbeln die Fürſtin Helena Tököly, die Kommandantin von Munkaes, als Hochverrätherin ausrufen, forderte alle ihre Mann⸗ ſchaften auf, ſie zu verlaſſen, ſich dem König von Un⸗ garn zu unterwerfen, oder mit der hochverrätheriſchen Fürſtin die fürchterlichen Folgen ihres ſtrafwürdigen Verfahrens zu erdulden.
Helena hörte lächelnd und mit ſtolzem Muthe die ſchmetternden Fanfaren, welche ſie als Hochver⸗ rätherin ausſchrieen, und dgmit doch nur ihrer Liebe, ihrer Treue ein ſchallendes Loblied ſangen. Nicht einen Moment ward ſie ſchwankend und muthlos, nicht einen Moment ſchwand der ſtrahlende Glanz ihres Auges, ward ihre klare Stirn von dem Schatten einer Furcht umdüſtert.
Sie wußte, was ſie wollte, und ſie zweifelte nicht, daß Gott dem muthvollen Unternehmen der Gattin, der Mutter, ſeinen Segen und Schutz verleihen würde. Munkacs, das einſt unter Sophie Bätöry ſich Jahre lang gegen die Angriffe der Unzufriedenen vertheidigt hatte, Munkaes konnte ſich jetzt unter Helena Zrinyi eben ſo lange gegen die Angriffe der Königlichen ver⸗ theidigen. Helena hatte es auf lange Zeit reichlich
1661. XII. Franz Räköczy 1. 14


