Teil eines Werkes 
1. Band (1861)
Entstehung
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ſchon die Wohnung bereit, die ihn aufnehmen ſoll, und ſobald er daſeibſt eingetroffen iſt, ſendet der Sul⸗ tan mir neue Truppen, neues Geld. Du ſiehſt, Helena, es läßt ſich jetzt nicht ändern, die Politik muß diesmal über die Mutterliebe den Sieg davontragen. Du wirſt ihn reiſen laſſen, aber ich verſpreche dir, daß er bald zurückkehren ſoll!

Du kannſt nicht verſprechen, was nicht in deiner Gewalt ſteht zu erfüllen! rief Helena ſtolz.Geh' hinaus, Franz, ſage deinem treuen Keurkoeſy, daß er Alles zu unſerer Abreiſe bereit mache. Ich kehre noch in dieſer Nacht nach Munkacz zurück, und du gehſt mit mir, mein Sohn!

Der Knabe ſchlich ſich von dannen und Tököly war jetzt allein mit Helena. Sonſt war ihm dies Al⸗ leinſein mit ihr immer ein Genuß geweſen, jetzt war's ihm peinlich und beängſtigend. Sonſt hatte Helena ihm immer gegenübergeſtanden als Geliebte, aber heute war ſie nur die Mutter, die zürnende, kühne Mutter, die feſt entſchloſſen war, ihren Knaben zu vertheidigen, kühn und ſtolz, wie eine Löwin.

Sie ſprach zu Tököly mit der Beredſamkeit der Mutterliebe, und als ihre Bitten nicht halfen, da blitzten ihre Augen auf in ſchmerzlichem Zorn, da richtete ihre Geſtalt ſich höher empor, und die liebende,