Teil eines Werkes 
1. Band (1861)
Entstehung
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tan mißtraut mir. Er verlangt eine Bürgſchaft für meine Treue! Was kann ich ihm für eine beſſere Bürg⸗ ſchaft bieten, als den eigenen Sohn, als den Erben von Munkacs? Duwirſt das einſehen, Helena; deine Klugheit und Tapferkeit wird die Mutterängſtlichkeit beſiegen, du wirſt deinem Gemahl dies Opfer brin⸗ gen, und den Sohn für eine kurze Zeit entbehren, um des Gatten Leben und Zukunft zu ſichern. Nicht wahr, du wirſt es thun?

Sie ſchüttelte langſam und ſtolz ihr Haupt.Ich kann für dich ſterben, Emmerich, ſagte ſie,und ich bin zu jeder Stunde bereit, mein Leben hinzugeben für dein Glück, denn ich liebe dich. Aber ich kann dir nicht die heiligſten Pflichten einer Mutter opfern! Ich habe meinem Gemahl auf ſeinem Sterbebette ge⸗ ſchworen, ſeinen Kindern Voter und Mutter zugleich zu ſein, ſie zu lieben, zu ſchützen, über ihnen zu wa⸗ chen, ſo lang ich lebe. Ich muß und will meinen Schwur halten, ſo lang ich lebe. Tököly, ich bitte dich daher, nimm deinen Befehl zurück. Verlange nicht das Unmögliche! Mein Sohn geht nicht nach der Türkei!

Aber es iſt unmöglich, es jetzt noch abzuändern! rief Tököly heftig.Die Boten des Sultans erwar⸗ ten den Prinzen ſchon an der Grenze, im Serail iſt