Teil eines Werkes 
1. Band (1861)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

200

der Knabe ernſthaft,ich war eben im Begriff abzu⸗ reiſen von hier.

Abzureiſen? fragte Helena verwundert.Wo⸗

hin denn? abzureiſen, mein Kind, und mit wem?

Das weiß ich nicht, Mama, ich weiß nur, daß ich meinen lieben alten Keurkoeſy nicht mitnehmen

darf. Aber in einigen Wochen kommt er mir nach das hat mir der theure Vater feſt verſprochen.

In einigen Wochen? Wie denn, mein Gemahl, wolltet Ihr den kleinen Knaben eine ſo lange Reiſe machen laſſen, und wohin denn?

Nach der Türkei, Mama! rief Franz, noch be⸗ vor Tököly Zeit fand zu einer Antwort.Ja, ich ſoll nach der Türkei reiſen, und ich habe dazu gar präch⸗ tige türkiſche Kleider bekommen, ganze Koffer voll.

Toköly murmelte eine Verwünſchung zwiſchen den zuſammengepreßten Lippen hervor, und ſtieß wild mit dem Fuß auf den Boden.

Helena, das glühende Auge feft auf ihn gerichtet, trat jetzt dicht zu ihm heran, und legte ihre Hand langſam auf ſeine Schulter.

Tököly, ſagte ſie,iſt es wahr? Du wollteſt meinen Sohn von dir ſtoßen? Du wollteſt ihn nach der Türkei ſenden?

Nun ja, rief er heftig,es iſt wahr! Der Sul⸗