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„Gott ſei Dank! daß ich dich wieder habe, mein holdes Kind,“ ſagte Helena, und diesmal verbarg ſie ihre Zärtlichkeit für den Sohn nicht vor dem Gemahl, ſondern ſie hob den Knaben in ihre Arme empor, und küßte und herzte ihn mit leidenſchaftli⸗ cher Innigkeit. Dann ließ ſie ihn ſanft niedergleiten und wandte ſich mit einem ſtrahlenden Lächeln zu Tököly um, der hinter ihr eingetreten war, während Keurkocſy auf einen kaum merklichen Blick Helena's ſich zurückgezogen hatte.
„Ich gebe meinem theuren Gemahl das Recht mich zu verſpotten,“ ſagte ſie, ihm ihre Hand dar⸗ reichend.„Ich bin hierher gekommen in recht thö⸗ richter Mutterzärtlichkeit. Denkt nur, Fürſt, es iſt ein Traum, der mich hierherführt.“
„Ein Traum?“ fragte Toköly mit einem ſpöt⸗ tiſchen Lächeln.„Seit wann glaubt meine kühne Helena denn an Träume?“
„Seit ſie an einen Helden vermählt iſt, der täg⸗ lich Märchen der Tapferkeit zur Wahrheit macht. Wenn die Märchen Wirklichkeit werden, können auch die Träume Wahrheit werden. Seit drei Näch⸗ ten träumte ich wieder und immer wieder, daß mir mein Knabe hier mit bleichem, thränenüberflutetem Angeſicht in fremdländiſcher Kleidung ſeine Arme


