Teil eines Werkes 
1. Band (1861)
Entstehung
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nicht abgegeben? War er vielleicht von den Spähern Tököly's aufgefangen und mit Gewalt irgendwo feſt⸗ gehalten? Oder hatte er ſich verſpätet, ſich nicht genug geeilt, ſo daß der Fürſtin keine Zeit mehr geblieben, um noch zur beſtimmten Friſt im Lager einzutreffen?

Das waren die Fragen, mit denen der arme getreue Keurkoeſy ſein Herz den ganzen vierten Tag zermar⸗ terte, während er anſcheinend ruhig und gelaſſen war, und es gar nicht zu bemerken ſchien, daß man Koffer packte, daß eine große Geſchäftigkeit in den Gemächern des Fürſten Tököly herrſchte, daß zwei Reiſewagen vor dem Zelte bereit ſtanden, und mehre Herren aus der näheren Umgebung Tököly's ſchon Reiſe⸗ kleider angelegt hatten.

Der Abend dämmerte, und noch immer keine Nach⸗ richt von Munkaes! Die Pferde werden ſchon an den Reiſewagen angeſchirrt, und noch immer keine Nach⸗ richt!

Keurkoeſy liegt in dem Zelt ſeines jungen Herrn auf ſeinen Knieen, und betet zu Gott um Erbarmen, betet, ihm einen Gedanken der Rettung einzugeben! Aber nein, es gibt keine Rettung mehr! Da tritt der kleine Franz in das Zimmer, mit rothgeweinten Augen, mit trübem Angeſicht.

Mein lieber alter Freund, flüſtert der Knabe,

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